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Tour 71-2011

Tour 71 - Reise in das Herz Afrikas - der Kongo

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Diese Reise ist einzigartig.
Fast 3.000 km durch die Dem. Rep. Kongo, von Lubumbashi nach Kinshasa.
Uns erwartet ein vom Tourismus völlig unberührtes Land. Getrennt durch einen über 1.000 km dichten Regenwald von den Unruheprovinzen im Osten des Landes, wird diese Reise alles andere als eine erholsame Urlaubsfahrt durch Afrika. Absolut fehlende Infrastruktur, miserable Pisten, ein sehr zweifelhaftes Netz von Flussfähren und Brücken.

Übernachtet wird fast ausschließlich in der Weite der Grassavanne in Dörfern oder Missionen. Diese Missionen sind ein außergewöhnliches Erlebnis. Erbaut wurden sie meist in den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Eine beeindruckende Architektur, freundliche Patres und Missionsschwestern lassen einen Aufenthalt unvergesslich werden.

Unsere Trinkwasservorräte (500 l) sind auch als solche zu verstehen. Da die Versorgung mit sauberem Wasser sehr schwierig ist, werden wir uns waschen wie zig Millionen Kongolesen - in den tausenden von kleinen Bächen, die dem Regenwald entspringen oder mit der Kübeldusche aus dem Brunnen in einem Dorf.

Die Landschaft wechselt ab zwischen immens weiter Graslandschaft, Busch- und Baumsavanne und dichtem Regenwald. Steinige Streckenabschnitte, aufgewühlte Sandpisten oder schlammige Wegstrecken.
Unser Reisetermin liegt in der optimalen Zeit, der kurzen Trockenzeit. Trotzdem heißt das nicht, dass kein Regen zu erwarten wäre
Die Karte zeigt den geplanten Reiseverlauf. Zerstörte Brücken oder defekte Fähren können die Strecke ändern

Diese Reise wird nicht wenige an Ihre Grenzen bringen. Gemeint sind nicht die physischen Grenzen. Natürlich ist so eine Reise auch körperlich anstrengend, aber das können Bergwanderungen oder Fahrradtouren oder das Fitness Studio ebenfalls sein. Gemeint sind die psychischen Grenzen. Viele Wochen auf schlechten Pisten unterwegs zu sein, unter harten Bedingungen durch Savanne und Regenwald. Das Fehlen nahezu jeglichen Luxus. Mücken die einen plagen.  Da erweist sich manche zarte Frau härter als der kräftigste Mann neben ihr. Wer Abenteuer à la Indiana Jones erwartet liegt falsch – das ist Hollywood.

Wer nicht mit Beamten zu recht kommt, deren Gehalt seit Monaten und Jahren nicht bezahlt wurde, wer Angst hat vor undisziplinierten Soldaten oder Polizisten ist hier fehl am Platz. Jeder muss damit klar kommen, egal ob Einheimischer oder Fremder.

Die unbedingte tatkräftige Mithilfe aller Teilnehmer/innen ist bei solchen extremen Reisen absolut nötig. Niemand sollte dem Gedanken erliegen, von anderen bedient werden zu können. Anpacken muss jeder und jede – jeden Tag, nach seinen / ihren Fähigkeiten und Kräften.

Dafür wird man aber mit einem Afrika der ursprünglichsten Art belohnt.

Nirgendwo habe ich so gastfreundliche Menschen, so blitzsaubere Dörfer und ein so einzigartiges Afrika kennengelernt wie im Inneren des Kongos. Während im übrigen Afrika die Märkte voll sind mit Kleidern und Konservenbüchsen, Fernseher und Satellitenschüsseln, erleben wir hier im Landesinneren etwas völlig anders. Überwiegend lokale Ware wird angeboten. Fingerdicke Maden, lebend oder geröstet, geräucherte Raupen oder dicke Termiten. Wurzeln aller Art, Maniokblätter oder „feuilles de patates“ kommen in den Topf. Und das tollste, (fast) alles schmeckt auch unserem Gaumen, vor allem wenn man nicht weis, was man gerade isst. Wir haben aber auch größere Vorräte an Bordessen dabei, so dass gewohnte Kost nicht zu kurz kommt.

In vielen Dörfern und Städten ist noch der alte Belgisch - Kongo aus der Kolonialzeit zu erkennen. Zur damaligen Zeit zog sich ein dichtes Netz von kleinen Hospitälern, Handelsniederlassungen und Versorgungsstützpunkten quer durch das ganze Land.

Im Kunsthandwerk sind noch wirkliche Künstler tätig. Nicht für den Touristen hergestellte Massenware. Das Kunstwerk soll ein Geschenk für einen Freund sein, für eine geschätzte Person oder schlicht zur eigenen Freude.

Nach 1.000 Kilometer Reise errechen wir die interessantesten Gebiete des Kongos - die Diamantengebiete der beiden Kasai Provinzen. Sie können nur mit einer Sondergenehmigung (dem sog.“sauf conduir“) bereist werden. Die idyllischen Dörfer lassen kaum vermuten, dass in der einen oder anderen Hütte Diamanten im Werte von Tausenden von Euros liegen.

Malachit- und Kupferarbeiten kommen aus dem Süden des Landes. Und aus den Regenwaldgebieten kunstvolle Holzschnitzereien aus edlen Hölzern, deren Namen bei uns nur Fachleute kennen. Uns völlig unbekannte Werke aus geflochtenem Gras kommen aus den Regionen der Graslandschaft: Kleidungsstücke, Teppiche und Wandschmuck.

Mit der Hauptstadt Kinshasa empfängt uns eine brodelnde, viele Millionen Einwohner zählende Metropole. „La ville,qui bouche“ - „die Stadt die sich bewegt“ im wahrsten Sinn des Wortes. Musik aus dem Kongo wird in ganz Afrika geschätzt, und an der Geschmeidigkeit der tanzenden und schwingenden Hüften übertrifft kein Afrikaner den Kongolesen. Die Stimmung in den Tanzclubs der Stadt ist einzigartig und zeugt von ungetrübter Lebensfreude, trotz der schwierigen ökonomischen Lage. Aber daran ist der Kongolese seit Geburt gewöhnt.

Und die besondere Attraktion des Kongos? Die Attraktion des Kongos ist der Kongo selbst. Wer einmal dort war wird ihn nie vergessen - im Guten wie im Schlechten.

Zwei Monate – und „nur“ 3500km, das sind pro Tag durchschnittlich 50 km. Neben der einwöchigen Anreise müssen aber auch noch die Visa beschafft werden und das „sauf conduit“ Wir haben also genug Zeit, ohne Zeitdruck zu reisen und vieles Interessantes links und rechts unserer Hauptroute zu besichtigen. In den Dörfer zu verweilen und das Leben im Kongo in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.

Falls Sie Fragen zu dieser Reise haben, bitte schreiben Sie mir eine Mail. Pro Jahr bin ich acht Monate in Afrika - also schwer zu erreichen. Mein Büro wird mir Ihre Anfrage mitteilen und ich werde mich bei meinem nächsten Aufenthalt in Deutschland mit Ihnen in Verbindung setzen.
 

Für diese Reise gelten folgende Abweichungen von den üblichen Geschäftsbedingungen:

  • Bei einer Anmeldung bis 31. August 2010 erhalten Sie 5% Rabatt.
  • Eine Anzahlung von € 200,--  wird erhoben. Diese wird bei Stornierung nicht zurückerstattet.
  • Der gesamte Reisepreis muss 2 Monate vor Reisebeginn bezahlt sein. Wird danach die Reise vom Teilnehmer/in storniert, werden 80 % des Reisepreises einbehalten.

 

Reisedauer 54 Tage ab Livingstone / Sambia
50 Tage ab Lusaka / Sambia
Mindestteilnehmer: 6 Personen
Reisepreis bei  6 Personen: € 3.200,--
ab   8 Personen: € 3.000,--
ab 10 Personen: € 2.800,--
+ jeweils ca. 250 US$ für das "sauf conduit"
 
Termin Start: Samstag, 21. Mai 2011 in Livingstone
Zusteigemöglichkeit: Mittwoch, 25. Mai 2011 in Lusaka

Reiseende: Mittwoch 13. Juli 2011 in Kinshasa / DR Kongo


Klima

Trockenzeit, vereinzelte Regenfälle können nicht ausgeschlossen werden
Temperaturen tags 20°C - 35°C / nachts 15°C - 25°C
Visum für Sambia: ja, vor Abreise besorgen oder an der Grenze zu erhalten
Dem.Kongo: ja, vor Abreise besorgen oder in Lusaka/Sambia zu erhalten
Flug / Gabelflug Hinflug nach Livingstone oder Lusaka / Sambia
Rückflug von Kinshasa / Dem. Kongo ab Mittwoch 13. Juli 2011, wir sind anschließend noch 5 weitere Tage in Kinshasa. Sie können Ihren Rückflug also individuell wählen
Übernachtung 70 % Buschcamping oder Campen in Dörfern,
30 % Missionen, Campen bei Hotels
 
Distanz 3.500 ab Livingstone / 3.000 kmg ab Lusaka

Der Reisepreis schließt ein:

  • Sämtliche Campinggebühren
  • Übernachtung in Missionen (Camping)
  • Alle Mahlzeiten (außer Restaurantbesuche)
  • Alle kostenpflichtigen Besichtigungen
  • Alle Fährgebühren

Der Reisepreis schließt nicht ein:

  • Flugticket
  • Visakosten
  • Grenzgebühren
  • „sauf conduit“ (Sondergenehmigung im Kongo)
  • Restaurantbesuche
  • Taxigebühren
  • Trinkgelder

 

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