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Tour 71-2013

Tour 71 - Kongoexpedition - die Zweite / Reise in das Herz Afrikas

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Diese Reise ist einzigartig.
Fast 3.000 km durch die Dem. Rep. Kongo, von Lubumbashi nach Kinshasa.
Uns erwartet ein vom Tourismus völlig unberührtes Land. Getrennt durch einen über 1.000 km dichten Regenwald von den Unruheprovinzen im Osten des Landes, wird diese Reise alles andere als eine erholsame Urlaubsfahrt durch Afrika. Absolut fehlende Infrastruktur, miserable Pisten, ein sehr zweifelhaftes Netz von Flußfähren und Brücken. Die Landschaft wechselt ab zwischen immens weiter Graslandschaft, Busch- und Baumsavanne. Steinige Streckenabschnitte, aufgewühlte Sandpisten oder teilweise noch schlammige Wegstrecken.

Nirgendwo habe ich so interessierte Menschen, so blitzsaubere Dörfer und ein so einzigartiges Afrika kennengelernt wie im Inneren des Kongos. Während im übrigen Afrika die Märkte voll sind mit Kleidern und Konservenbüchsen, Fernseher und Satellitenschüsseln, erleben wir hier im Landesinneren etwas völlig anders. Überwiegend lokale Ware wird angeboten. Fingerdicke Maden, lebend oder geröstet, geräucherte Raupen oder dicke Termiten. Wurzeln aller Art, Maniokblätter oder „feuilles de patates“ kommen in den Topf. Und das tollste, (fast) alles schmeckt auch unserem Gaumen, vor allem wenn man nicht weis, was man gerade ißt. Wir haben aber auch Vorräte an Bordessen dabei, so daß wir auf gewohnte Kost zurückgreifen können.

Übernachten werden wir fast ausschließlich in der Weite der Grassavanne und in Dörfern.
Und auch in Missionen. Diese Missionen wurden meist Anfang des vergangenen Jahrhunderts erbaut. Eine beeindruckende Architektur, freundliche Patres und Missionsschwestern lassen einen Aufenthalt unvergeßlich werden.

Kongolesen sind extrem neugierig. In den Dörfern werden wir die Sensation sein und 100 oder 200 Menschen werden um uns herumstehen und uns zuschauen, wie wir campen, kochen, den Abend verbringen. Das ist alles andere als leicht. Einer der Mitreisende drückte es so aus: Wir sind hier die Popstars – ohne Privatsphäre – von den Fans fast erdrückt. – Eine exakte Beschreibung dessen, was uns manchmal erwartet.

Unser Reisetermin liegt in der optimalen Zeit, der kurzen Trockenzeit. Trotzdem wird diese Reise nicht wenige an ihre Grenzen bringen. Gemeint sind nicht die physischen Grenzen. Natürlich ist so eine Reise auch körperlich anstrengend. Aber das sind Bergwanderungen, Fahrradtouren oder ein Besuch im Fitneß Studio ebenfalls. Gemeint sind die psychischen Grenzen. Viele Wochen auf schlechten Pisten unterwegs zu sein, unter harten Bedingungen, durch Savanne und Wald. Das Fehlen nahezu jeglichen Luxus. Mücken die einen plagen. Natur absolut pur – nicht jeder ist dafür gemacht. Wer hier Abenteuer à la Indiana Jones erwartet liegt völlig falsch – das ist Hollywood.

Die unbedingte tatkräftige Mithilfe aller Teilnehmer/innen ist bei solchen extremen Reisen absolut nötig. Niemand sollte dem Gedanken erliegen, von anderen bedient werden zu können. Anpacken muß jeder und jede – jeden Tag, nach seinen / ihren Fähigkeiten und Kräften.

Zwei Monate – und „nur“ 3.500 km, das sind pro Tag durchschnittlich 55 Kilometer. Wir haben also genug Zeit, ohne Zeitdruck zu reisen und vieles Interessante links und rechts unserer Route zu besichtigen.

Und die besondere Attraktion des Kongos? Die Attraktion des Kongos ist der Kongo selbst. Wer einmal dort war wird ihn nie vergessen - im Guten wie im Schlechten.

Unsere Reise beginnt in Sambia, behutsam und gemütlich wie eine Urlaubsreise. Unsere Unterkunft – mit Swimmingpool und einem wunderbaren Garten - liegt in Zentrumsnähe des beschaulichen Ortes Livingstone.

Woche 1

  • Wir durchqueren Sambia und besichtigen folgende Sehenswürdigkeiten.
  • Den Nationalpark um die Victoriafälle und die Wasserfälle
  • Lusaka, der Hauptstadt Sambias
  • Die Absturzstelle – inzwischen eine Gedenkstätte – von UN Generalsekretär Dag Hammarskjöld der im Jahre 1961 bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben kam. Inzwischen gilt es als sicher, daß der Flugzeugabsturz durch ein Komplott westlicher Geheimdienste herbeigeführt wurde.
  • Weiterfahrt zum Sanctuary Chimfunshi Wildlife Orphanage ( www.chimfunshi.de ). Dieses einzigartige Schutzgebiet für Schimpansen liegt paradiesisch am Fluß Kafue. Hier werden wir zwei volle Tage - drei Nächte - verbringen.

Woche 2

  • Grenzübertritt in den Kongo
  • Lubumbashi; sehr saubere und schöne Stadt. Große Kupferminen in der Umgebung. Hier können wir uns noch mal mit allem Notwendigen versorgen.
  • Likasi, wir übernachten in der dortigen Mission.
  • Hinter Likasi beginnen die Pisten. Auf harter Piste geht es in 2-3 Tagen durch Baum- und Buschsavanne nach Lubudi. Die schöne Mission stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie wird von katholischen Schwestern betrieben. Zwei Nächte bleiben wir hier.

Wochen 3 und 4

  • Die Piste bleibt die nächsten Tage extrem schlecht. Harter, felsiger Untergrund, wir kommen im Schrittempo vorwärts. Es gibt nur wenige Dörfer, Fahrzeuge sind kaum mehr anzutreffen.
  • Schwierige Flußdurchquerung auf Behelfsbrücke bei Luakabindu.
  • Wir überqueren den Kongofluß.
  • Nach weiteren 500 Kilometer Reise und extrem schlechten, steinigen Pisten erreichen wir die interessantesten Gebiete des Kongos. Die Diamantengebiete der beiden Kasai Provinzen.

Wochen 5 und 6

  • Die Pisten werden etwas besser, Dörfer sind wieder häufiger anzutreffen.
  • Mbuji-Mayi, die Hauptstadt der Provinz Kasai Oriental ist Zentrum für Industriediamanten und brodelt nahezu über vor Geschäftigkeit.
  • Wir erreichen den Lac Muncamba – den Muncamba See. Ein wahres Paradies. Wir sind nun schon vier Wochen unterwegs, davon drei Wochen im Kongo. Einige Tage Rast an diesem wunderbaren Ort tut uns allen gut. Die Missionsstation liegt direkt am See. Dazu ein Sandstrand, klares Wasser, ein Restaurant und kalte Getränke. Zeit zu entspannen und neue Kräfte zu tanken.
  • Auf schlechter Piste geht es nach Kananga, der Hauptstadt der Provinz Kasai Occidental. Eine freundliche Stadt mitten im Herzen des Kongos. Internet, Märkte, Geschäfte und Versorgung mit neuem Treibstoff. Und Werkstätten, falls die Piste mit unserem Fahrzeug zu hart umgegangen ist.
  • Wir campieren im Garten der katholischen Schwestern in einer großen, über 100 Jahre alten Missionsstation. Zwei bis drei Tage bleiben wir hier.

Wochen 7 und 8

  • Unsere geplante Route verläuft weiter über Mweka, Illebo, Idiofa nach Kikwit. Diese Route wird uns in den Regenwald bringen. Dabei sind mehrere Flüsse mit Fähren bzw. über Brücken zu überqueren.
    In 2011 war diese Strecke für schwere Fahrzeuge, sprich LKWs, unpassierbar. Nach Aussagen vor Ort seien Instandsetzungsarbeiten bereits in Gang. Wir sind zuversichtlich, daß 2013 diese geplante Route für uns möglich sein wird.
    Falls diese Route doch nicht machbar sein wird, werden wir – wie 2011 – über Tschikapa nach Kikwit reisen. Hier erwarten uns ab Tshikapa extrem sandige Pisten.
     
  • Schon 100 km vor Kikwit beginnt eine neue Teerstraße die dann bis nach Kinshasa führt (700 km).
  • Mit der Hauptstadt Kinshasa empfängt uns eine brodelnde, viele Millionen Einwohner zählende Metropole. „La ville,qui bouche“ - „die Stadt, die sich bewegt“ im wahrsten Sinn des Wortes. Inzwischen geht man von 12 Mio Einwohnern aus. Musik aus dem Kongo wird in ganz Afrika geschätzt und an der Geschmeidigkeit der tanzenden und schwingenden Hüften übertrifft kein Afrikaner den Kongolesen. Die Stimmung in den Tanzclubs der Stadt ist einzigartig und zeugt von ungetrübter Lebensfreude, trotz der schwierigen ökonomischen Lage. Aber daran ist der Kongolese seit Geburt gewöhnt.
  • Eine Stunde außerhalb von Kinshasa liegt ein einzigartiges Schutzreservat für Bonobos  (www.friendsofbonobos.de). Sie sind kaum bekannt, werden oft mit Schimpansen verwechselt und sind mit knapp 99% genetisch dem Menschen näher als jede andere Tierart. Wir werden dort zwei Nächte bleiben. (Diese Besichtigung können wir nur durchführen, wenn wir in unserem Reiseverlauf pünktlich in Kinshasa eintreffen)
  • Anschließend fahren wir zurück nach Kinshasa und werden unser letztes Camp in der evangelischen Mission aufschlagen.

Speziell bei dieser Reise läßt sich nur ein ungefährer Zeit- und Routenplan aufstellen. Es kann passieren, daß wir mehrere Tage an einer Engstelle halten müssen, weil dort ein LKW die Weiterfahrt blockiert. Oder der Reiseverlauf muß geändert werden, weil Brücken oder Fähren nicht benutzt werden können. Das ist im Kongo gang und gäbe, war schon vor 30 Jahren bei meinem ersten Aufenthalt im damaligen Zaire so und wird auch in Zukunft so sein.

Übersicht und kompakte Reiseinformationen

Wir sind zwei Tage vor Beginn der Reise am Startort in Livingstone/Sambia und fünf weitere Tage nach Ende der Tour in Kinshasa/Kongo. Sie können also Ihren An- und Abreisetermin individuell wählen.

Falls Sie Fragen zu dieser Reise haben, bitte schreiben Sie mir eine Mail. Pro Jahr bin ich acht Monate in Afrika - also schwer zu erreichen. Mein Büro wird mir Ihre Anfrage mitteilen und ich werde mich bei meinem nächsten Aufenthalt in Deutschland mit Ihnen in Verbindung setzen.

Für diese Reise gelten folgende Abweichungen von den üblichen Geschäftsbedingungen:

  • Bei einer Anmeldung bis 30. September 2012 erhalten Sie 5% Rabatt.
  • Eine Anzahlung von € 200,00 wird erhoben. Diese wird bei Stornierung nicht zurückerstattet.
  • Der gesamte Reisepreis muß 2 Monate vor Reisebeginn bezahlt sein. Wird danach die Reise vom Teilnehmer/in storniert, werden 80 % des Reisepreises einbehalten.

 

Reisedauer 54 Tage ab Livingstone / Sambia
50 Tage ab Lusaka / Sambiak
Mindestteilnehmer: 6 Personen
Reisepreis bei  6 Personen: € 3.600,--
ab   8 Personen: € 3.400,--
ab 10 Personen: € 3.200,--
 
Termin Start: Donnerstag, 30. Mai 2013 in Livingstone
Zusteigemöglichkeit: Sonntag, 02. Juni 2013 in Lusaka

Reiseende: Montag, 22. Juli 2013 in Kinshasa / DR Kongo 

Wir sind anschließend ca. 5 weitere Tage in Kinshasa. Sie können Ihren Rückflug also individuell wählen


Klima

Trockenzeit, vereinzelte Regenfälle können nicht ausgeschlossen werden
Temperaturen tags 20°C - 35°C / nachts 15°C - 25°C
Visum für Sambia: ja, vor Abreise besorgen oder an der Grenze zu erhalten
Dem.Kongo: ja, vor Abreise besorgen oder in Lusaka/Sambia zu erhalten
Flug / Gabelflug Hinflug nach Livingstone oder Lusaka / Sambia
Rückflug von Kinshasa / Dem. Kongo
Übernachtung 80 % Buschcamping oder Campen in Dörfern,
20 % Missionen, Campen bei Hotels
 
Distanz 3.500 ab Livingstone / 3.000 kmg ab Lusaka

Der Reisepreis schließt ein:

  • eigenes Doppelzelt auch für Alleinreisende (220x240 cm)
  • Doppelzelt für Paare (220x240 cm)
  • Schlafmatratze (5 cm Höhe)
  • sämtliche Campinggebühren
  • Eintritt zu den Victoriafällen in Livingstone/Sambia
  • Eintritt zur Gedenkstätte von UN Generalsekretär Dag Hammarskjöld
  • Eintritt in das Schimpansen Schutzgebiet “Sanctuary Chimfunshi Wildlife Orphanage” / Sambia
  • mehrtägiger Besuch des Lac Muncamba im Kasai / Kongo
  • zweitägiger Besuch im „Loya ya Bonobo – im „Paradies der Bonobos“, Nähe Kinshasa / Kongo
  • 3 Mahlzeiten pro Tag. 
    Ausnahme: An den Start- und Endpunkten unserer Reisen sowie bei Aufenthalten in Städten und Camps bei Hotels mit Restaurant gibt es keine Speisen aus der Bordküche Teilweise sind Restaurantbesuche ("Gemeinsamer Restaurantbesuch) im Preis inbegriffen

Der Reisepreis schließt nicht ein:

  • Flugticket
  • Flughafentransfer
  • Visakosten
  • Grenzgebühren
  • Übernachtung in Zimmern
  • Restaurantbesuche
  • Taxigebühren
  • Trinkgelder

 

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