Tour 71 - Kongoexpedition - die Zweite / Reise in das Herz Afrikas
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Diese Reise ist einzigartig.
Fast 3.000 km durch die Dem. Rep. Kongo, von Lubumbashi nach Kinshasa.
Uns erwartet ein vom Tourismus völlig unberührtes Land. Getrennt durch
einen über 1.000 km dichten Regenwald von den Unruheprovinzen im Osten
des Landes, wird diese Reise alles andere als eine erholsame
Urlaubsfahrt durch Afrika. Absolut fehlende Infrastruktur, miserable
Pisten, ein sehr zweifelhaftes Netz von Flußfähren und Brücken. Die
Landschaft wechselt ab zwischen immens weiter Graslandschaft, Busch- und
Baumsavanne. Steinige Streckenabschnitte, aufgewühlte Sandpisten oder
teilweise noch schlammige Wegstrecken.
Nirgendwo habe ich so interessierte Menschen, so blitzsaubere Dörfer
und ein so einzigartiges Afrika kennengelernt wie im Inneren des Kongos.
Während im übrigen Afrika die Märkte voll sind mit Kleidern und
Konservenbüchsen, Fernseher und Satellitenschüsseln, erleben wir hier im
Landesinneren etwas völlig anders. Überwiegend lokale Ware wird
angeboten. Fingerdicke Maden, lebend oder geröstet, geräucherte Raupen
oder dicke Termiten. Wurzeln aller Art, Maniokblätter oder „feuilles de
patates“ kommen in den Topf. Und das tollste, (fast) alles schmeckt auch
unserem Gaumen, vor allem wenn man nicht weis, was man gerade ißt. Wir
haben aber auch Vorräte an Bordessen dabei, so daß wir auf gewohnte Kost
zurückgreifen können.
Übernachten werden wir fast ausschließlich in der Weite der
Grassavanne und in Dörfern.
Und auch in Missionen. Diese Missionen wurden meist Anfang des
vergangenen Jahrhunderts erbaut. Eine beeindruckende Architektur,
freundliche Patres und Missionsschwestern lassen einen Aufenthalt
unvergeßlich werden.
Kongolesen sind extrem neugierig. In den Dörfern werden wir die
Sensation sein und 100 oder 200 Menschen werden um uns herumstehen und
uns zuschauen, wie wir campen, kochen, den Abend verbringen. Das ist
alles andere als leicht. Einer der Mitreisende drückte es so aus: Wir
sind hier die Popstars – ohne Privatsphäre – von den Fans fast erdrückt.
– Eine exakte Beschreibung dessen, was uns manchmal erwartet.
Unser Reisetermin liegt in der optimalen Zeit, der kurzen
Trockenzeit. Trotzdem wird diese Reise nicht wenige an ihre Grenzen
bringen. Gemeint sind nicht die physischen Grenzen. Natürlich ist so
eine Reise auch körperlich anstrengend. Aber das sind Bergwanderungen,
Fahrradtouren oder ein Besuch im Fitneß Studio ebenfalls. Gemeint sind
die psychischen Grenzen. Viele Wochen auf schlechten Pisten unterwegs zu
sein, unter harten Bedingungen, durch Savanne und Wald. Das Fehlen
nahezu jeglichen Luxus. Mücken die einen plagen. Natur absolut pur –
nicht jeder ist dafür gemacht. Wer hier Abenteuer à la Indiana Jones
erwartet liegt völlig falsch – das ist Hollywood.
Die unbedingte tatkräftige Mithilfe aller Teilnehmer/innen ist bei
solchen extremen Reisen absolut nötig. Niemand sollte dem Gedanken
erliegen, von anderen bedient werden zu können. Anpacken muß jeder und
jede – jeden Tag, nach seinen / ihren Fähigkeiten und Kräften.
Zwei Monate – und „nur“ 3.500 km, das sind pro Tag durchschnittlich
55 Kilometer. Wir haben also genug Zeit, ohne Zeitdruck zu reisen und
vieles Interessante links und rechts unserer Route zu besichtigen.
Und die besondere Attraktion des Kongos? Die Attraktion des Kongos
ist der Kongo selbst. Wer einmal dort war wird ihn nie vergessen - im
Guten wie im Schlechten.
Unsere Reise beginnt in Sambia, behutsam und gemütlich wie eine
Urlaubsreise. Unsere Unterkunft – mit Swimmingpool und einem wunderbaren
Garten - liegt in Zentrumsnähe des beschaulichen Ortes Livingstone.
Woche 1
- Wir durchqueren Sambia und besichtigen folgende
Sehenswürdigkeiten.
- Den Nationalpark um die Victoriafälle und die Wasserfälle
- Lusaka, der Hauptstadt Sambias
- Die Absturzstelle – inzwischen eine Gedenkstätte – von UN
Generalsekretär Dag Hammarskjöld der im Jahre 1961 bei einem
mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben kam. Inzwischen gilt es als
sicher, daß der Flugzeugabsturz durch ein Komplott westlicher
Geheimdienste herbeigeführt wurde.
- Weiterfahrt zum Sanctuary Chimfunshi Wildlife Orphanage (
www.chimfunshi.de ). Dieses einzigartige Schutzgebiet für
Schimpansen liegt paradiesisch am Fluß Kafue. Hier werden wir zwei
volle Tage - drei Nächte - verbringen.
Woche 2
- Grenzübertritt in den Kongo
- Lubumbashi; sehr saubere und schöne Stadt. Große Kupferminen in
der Umgebung. Hier können wir uns noch mal mit allem Notwendigen
versorgen.
- Likasi, wir übernachten in der dortigen Mission.
- Hinter Likasi beginnen die Pisten. Auf harter Piste geht es in
2-3 Tagen durch Baum- und Buschsavanne nach Lubudi. Die schöne
Mission stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie wird von
katholischen Schwestern betrieben. Zwei Nächte bleiben wir hier.
Wochen 3 und 4
- Die Piste bleibt die nächsten Tage extrem schlecht. Harter,
felsiger Untergrund, wir kommen im Schrittempo vorwärts. Es gibt nur
wenige Dörfer, Fahrzeuge sind kaum mehr anzutreffen.
- Schwierige Flußdurchquerung auf Behelfsbrücke bei Luakabindu.
- Wir überqueren den Kongofluß.
- Nach weiteren 500 Kilometer Reise und extrem schlechten,
steinigen Pisten erreichen wir die interessantesten Gebiete des
Kongos. Die Diamantengebiete der beiden Kasai Provinzen.
Wochen 5 und 6
- Die Pisten werden etwas besser, Dörfer sind wieder häufiger
anzutreffen.
- Mbuji-Mayi, die Hauptstadt der Provinz Kasai Oriental ist
Zentrum für Industriediamanten und brodelt nahezu über vor
Geschäftigkeit.
- Wir erreichen den Lac Muncamba – den Muncamba See. Ein wahres
Paradies. Wir sind nun schon vier Wochen unterwegs, davon drei
Wochen im Kongo. Einige Tage Rast an diesem wunderbaren Ort tut uns
allen gut. Die Missionsstation liegt direkt am See. Dazu ein
Sandstrand, klares Wasser, ein Restaurant und kalte Getränke. Zeit
zu entspannen und neue Kräfte zu tanken.
- Auf schlechter Piste geht es nach Kananga, der Hauptstadt der
Provinz Kasai Occidental. Eine freundliche Stadt mitten im Herzen
des Kongos. Internet, Märkte, Geschäfte und Versorgung mit neuem
Treibstoff. Und Werkstätten, falls die Piste mit unserem Fahrzeug zu
hart umgegangen ist.
- Wir campieren im Garten der katholischen Schwestern in einer
großen, über 100 Jahre alten Missionsstation. Zwei bis drei Tage
bleiben wir hier.
Wochen 7 und 8
- Unsere geplante Route verläuft weiter über Mweka, Illebo, Idiofa
nach Kikwit. Diese Route wird uns in den Regenwald bringen. Dabei
sind mehrere Flüsse mit Fähren bzw. über Brücken zu überqueren.
In 2011 war diese Strecke für schwere Fahrzeuge, sprich LKWs,
unpassierbar. Nach Aussagen vor Ort seien Instandsetzungsarbeiten
bereits in Gang. Wir sind zuversichtlich, daß 2013 diese geplante
Route für uns möglich sein wird.
Falls diese Route doch nicht machbar sein wird, werden wir – wie
2011 – über Tschikapa nach Kikwit reisen. Hier erwarten uns ab
Tshikapa extrem sandige Pisten.
- Schon 100 km vor Kikwit beginnt eine neue Teerstraße die dann
bis nach Kinshasa führt (700 km).
- Mit der Hauptstadt Kinshasa empfängt uns eine brodelnde, viele
Millionen Einwohner zählende Metropole. „La ville,qui bouche“ - „die
Stadt, die sich bewegt“ im wahrsten Sinn des Wortes. Inzwischen geht
man von 12 Mio Einwohnern aus. Musik aus dem Kongo wird in ganz
Afrika geschätzt und an der Geschmeidigkeit der tanzenden und
schwingenden Hüften übertrifft kein Afrikaner den Kongolesen. Die
Stimmung in den Tanzclubs der Stadt ist einzigartig und zeugt von
ungetrübter Lebensfreude, trotz der schwierigen ökonomischen Lage.
Aber daran ist der Kongolese seit Geburt gewöhnt.
- Eine Stunde außerhalb von Kinshasa liegt ein einzigartiges
Schutzreservat für Bonobos (www.friendsofbonobos.de).
Sie sind kaum bekannt, werden oft mit Schimpansen verwechselt und
sind mit knapp 99% genetisch dem Menschen näher als jede andere
Tierart. Wir werden dort zwei Nächte bleiben. (Diese Besichtigung
können wir nur durchführen, wenn wir in unserem Reiseverlauf
pünktlich in Kinshasa eintreffen)
- Anschließend fahren wir zurück nach Kinshasa und werden unser
letztes Camp in der evangelischen Mission aufschlagen.
Speziell bei dieser Reise läßt sich nur ein ungefährer Zeit- und
Routenplan aufstellen. Es kann passieren, daß wir mehrere Tage an einer
Engstelle halten müssen, weil dort ein LKW die Weiterfahrt blockiert.
Oder der Reiseverlauf muß geändert werden, weil Brücken oder Fähren
nicht benutzt werden können. Das ist im Kongo gang und gäbe, war schon
vor 30 Jahren bei meinem ersten Aufenthalt im damaligen Zaire so und
wird auch in Zukunft so sein.
Übersicht und kompakte Reiseinformationen
Wir sind zwei Tage vor Beginn der Reise am Startort in Livingstone/Sambia
und fünf weitere Tage nach Ende der Tour in Kinshasa/Kongo. Sie können
also Ihren An- und Abreisetermin individuell wählen.
Falls Sie Fragen zu dieser Reise haben, bitte schreiben Sie mir eine
Mail. Pro Jahr bin ich acht Monate in Afrika - also schwer zu erreichen.
Mein Büro wird mir Ihre Anfrage mitteilen und ich werde mich bei meinem
nächsten Aufenthalt in Deutschland mit Ihnen in Verbindung setzen.
Für diese Reise gelten folgende Abweichungen von den üblichen
Geschäftsbedingungen:
- Bei einer Anmeldung bis 30. September 2012 erhalten Sie 5%
Rabatt.
- Eine Anzahlung von € 200,00 wird erhoben. Diese wird bei
Stornierung nicht zurückerstattet.
- Der gesamte Reisepreis muß 2 Monate vor Reisebeginn bezahlt
sein. Wird danach die Reise vom Teilnehmer/in storniert, werden 80 %
des Reisepreises einbehalten.
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Reisedauer |
54 Tage ab Livingstone / Sambia
50 Tage ab Lusaka / Sambiak |
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Mindestteilnehmer: |
6 Personen |
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Reisepreis |
bei 6 Personen: € 3.600,--
ab 8 Personen: € 3.400,--
ab 10 Personen: € 3.200,--
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Termin |
Start: Donnerstag,
30.
Mai 2013 in Livingstone
Zusteigemöglichkeit: Sonntag, 02. Juni 2013 in
Lusaka
Reiseende: Montag, 22. Juli 2013 in Kinshasa
/ DR Kongo
Wir sind anschließend ca. 5 weitere Tage in
Kinshasa. Sie können Ihren Rückflug also individuell
wählen |
Klima |
Trockenzeit, vereinzelte Regenfälle
können nicht ausgeschlossen werden |
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Temperaturen |
tags 20°C - 35°C /
nachts 15°C - 25°C |
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Visum für |
Sambia: ja, vor
Abreise besorgen oder an der Grenze zu erhalten
Dem.Kongo: ja, vor Abreise besorgen oder in
Lusaka/Sambia zu erhalten |
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Flug / Gabelflug |
Hinflug nach Livingstone oder
Lusaka / Sambia
Rückflug von
Kinshasa / Dem. Kongo |
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Übernachtung |
80 % Buschcamping oder Campen in Dörfern,
20 % Missionen, Campen bei Hotels
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Distanz |
3.500 ab
Livingstone / 3.000 kmg ab Lusaka |
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Der Reisepreis schließt ein:
- eigenes Doppelzelt auch für Alleinreisende (220x240 cm)
- Doppelzelt für Paare (220x240 cm)
- Schlafmatratze (5 cm Höhe)
- sämtliche Campinggebühren
- Eintritt zu den Victoriafällen in Livingstone/Sambia
- Eintritt zur Gedenkstätte von UN Generalsekretär Dag
Hammarskjöld
- Eintritt in das Schimpansen Schutzgebiet “Sanctuary Chimfunshi
Wildlife Orphanage” / Sambia
- mehrtägiger Besuch des Lac Muncamba im Kasai / Kongo
- zweitägiger Besuch im „Loya ya Bonobo – im „Paradies der Bonobos“,
Nähe Kinshasa / Kongo
- 3 Mahlzeiten pro Tag.
Ausnahme: An
den Start- und Endpunkten unserer Reisen sowie bei Aufenthalten in
Städten und Camps bei Hotels mit Restaurant gibt es keine Speisen
aus der Bordküche Teilweise sind Restaurantbesuche ("Gemeinsamer
Restaurantbesuch) im Preis
inbegriffen
Der Reisepreis schließt nicht ein:
- Flugticket
- Flughafentransfer
- Visakosten
- Grenzgebühren
- Übernachtung in Zimmern
- Restaurantbesuche
- Taxigebühren
- Trinkgelder
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